Julia Wikert und Dr. Anna-Lena Wiesmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Fachärztin
LMU Klinikum München und St. Josefs Hospital Wiesbaden

Gemeinsam tauschen sich Versorgende und Forschende über ungelöste Rätsel in der Palliativversorgung aus. Zusammen entdecken wir Schwierigkeiten und Probleme in der Versorgung und stellen uns die Frage, wie wir sie lösen können. Dann suchen wir mit Hilfe der Forschung nach einer Lösung. Die miteinander herausgefundenen Ergebnisse können danach in die Praxis übertragen werden. So entsteht aus dieser engen Zusammenarbeit ein Mehrwert für die Patient:innen, denn in der palliativmedizinischen Forschung steht der Mensch im Mittelpunkt." 

(München und Wiesbaden, Juni 2022)

palliativ-und-onkologie" target="_blank">https://www.lmu-klinikum.de/palliativmedizin/forschung-und-lehre/forschung/aa530ef82c552f30 https://www.joho.de/medizin-pflege/fachabteilungen/med-klinik-iii-palliativ-und-onkologie
Jule
Hospizhündin
Hospiz Lilge-Simon-Stift

Wenn die Gäste nicht mehr so gut laufen können, dann fahre ich eben zusammen mit ihnen spazieren. Ich bereite den Menschen Freude, schenke ihnen Aufmerksamkeit, Wärme und Zuneigung. Aber vor allem will ich nichts von ihnen – ich bin einfach da und nehme die Gäste so wie sie sind. Wobei ein Leckerli zur Belohnung natürlich immer gerne gesehen ist."

(Bremen, Juli, 2022)

https://www.johanniter.de/johanniter-seniorenhaeuser/standorte/hospiz-lilge-simon-stift/
Denny Roedszus
Pflegedienstleitung
Palliativnetz Travebogen

Als Pflegedienstleitung eines SAPV-Teams begegne und begleite ich Menschen mit einer fortschreitenden, nicht heilbaren Krankheit in ihrem zu Hause. Doch um eine angemessene Versorgung für jede:n nach individuellen Gegebenheiten zu ermöglichen, bedarf es als Pflegedienstleitung neben der Begleitung der Menschen in ihrem Zuhause auch der Koordination am Schreibtisch. Denn ohne eine gute Organisation im Hintergrund ist eine an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtete Begleitung nicht möglich."

(Lübeck, Juni 2022)

https://www.travebogen.de/
Sabine
Pflegekraft
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main

Palliativ bedeutet für mich, Essen so anzurichten, dass auch jemand, der gar nicht mehr essen möchte, Lust bekommt, etwas zu probieren. Es sind Dinge wie kleine Portionen auf schönem Geschirr, Blumen, Früchte und Kräuter, die Genuss aufs Tablett bringen. Es ist mir wichtig, viele Sinne mit dem Anrichten von Essen anzusprechen und so eine #Freude zu machen." 

(Frankfurt am Main, August 2022) 

https://www.markus-krankenhaus.de/leistungsspektrum/fachabteilungen/zentrum-fuer-palliativmedizin
Julia Wikert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
LMU Klinikum München

Forschung in der Palliativversorgung ist etwas ganz Besonderes, denn das Ziel der Forschungsarbeit ist nicht die Heilung von Erkrankungen. Vielmehr stehen die Verbesserung der Lebensqualität und Linderung von Symptomen im Vordergrund. Forschende wollen sich nicht nur auf persönliche Ansichten und Erfahrungen verlassen, sondern suchen nach den besten nachprüfbaren Belegen für den Nutzen von Versorgungsmaßnahmen. Eine Detektivin sucht mit ihrer Lupe nach genauen Hinweisen – genauso machen es wir Forschende in der Palliativversorgung: immer auf der Suche nach der bestmöglichen und individuellen Versorgung für den betroffenen Menschen."

(München, August 2022)

https://www.lmu-klinikum.de/palliativmedizin/forschung-und-lehre/forschung/aa530ef82c552f30
Antje Ortmann
Pflegefachkraft
Evangelische Lungenklinik Berlin-Buch

Palliativ ist überall möglich und nötig. Sogar auf der Intensivstation."

(Berlin, Juli 2022) 

https://www.pgdiakonie.de/evangelische-lungenklinik/
Simba
Hospizkater
Hospiz Jena

In meinem Zuhause, dem Hospiz Jena, kann ich mich frei bewegen. So kann ich immer den Gast besuchen, der mich gerade am meisten braucht. Dafür habe ich nämlich ein feines Gespür! Ich kuschle gerne und spende dabei Liebe und Wärme, welche übrigens auch schmerzlindernd sein kann. In erster Linie bin ich aber einfach für alle Menschen im Hospiz da. Unter dem Link findet ihr übrigens nicht nur Informationen zu unserem Hospiz, sondern kommt auch zum Katzentagebuch. Da gibt es exklusive Infos aus dem Hospizleben von mir und meinen Hospizkaterkollegen Carlos und Findus."

(Jena, Juli 2022)

https://www.hospiz-jena.de/
Lisa Mielke und Saskia Bakus
Pflegefachkräfte
Palliativstation der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt

Wir bereiten Eis nach den Vorlieben unserer Patienten zu. Dazu nutzen wir gerne (natürlich neue) Probenröhrchen, da diese mit 10ml perfekt für eine kleine Erfrischung im Sommer geeignet sind. Das Eis eignet sich nicht nur als Mittel gegen die Hitze, sondern auch prima zur Mundpflege."

(Helmstedt, Juli 2022)

https://www.helios-gesundheit.de/kliniken/helmstedt/unser-angebot/unsere-fachbereiche/palliativmedizin/
Martina Kiel
Pflegefachkraft
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main

Palliativ bedeutet für mich Fürsorge. Ein Beispiel dafür ist die atemstimulierende Einreibung. Diese kann beruhigend, entspannend und schlaffördernd wirken. Sie kann Geborgenheit vermitteln und Wohlbefinden steigern. Auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers kann gefördert werden." 

(Frankfurt am Main, Juni 2022) 

https://www.markus-krankenhaus.de/leistungsspektrum/fachabteilungen/zentrum-fuer-palliativmedizin
Daniela Radke
Sozialbetreuerin und Sterbebegleiterin
München

Palliativ bedeutet für mich Spiritualität. Sie ist für mich das, was uns trägt, uns inspiriert und uns die Möglichkeit zum Ausdruck unserer Gefühle und Emotionen gibt. Sie stellt zugleich einen Zugang zu sich selbst und zu unserer Außenwelt dar. Über das Kreative kann sich das  Spirituelle ausdrücken.

Ich betreue auch dementiell veränderte Menschen in ihrem Zuhause, denn auch sie bedürfen der Begleitung. Mit Hilfe von kreativen Angeboten können sie sich ausdrücken, gerade auch dann, wenn Sprache und andere Kommunikationsformen für sie nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Sinne werden bei solchen Angeboten, wie hier in diesem Bild, durch optische, haptische und nasale Reize, (also durch Anschauen, Anfassen und Riechen) angeregt. So war es diesem Patienten möglich, mit Fingerfarben seinem Erlebten in Form des Nachzeichnens einer Pflanze, Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig ist es für mich als Betreuende dabei möglich, wahrzunehmen, wie es dem Menschen geht, ob er entspannt ist beim Malen oder ob er womöglich Schmerzen, Angst oder ähnliches hat. Und das ist sehr wichtig, denn meist finden dementiell veränderte Menschen kaum Möglichkeiten dies der Umwelt mitzuteilen.

(München, Mai 2022) 

https://www.sogehend.net/
Jaro
Therapiebegleithund
Hospiz Lebenszeit Leisnig

Auch ich als Pallidog helfe mit. Wie hier beim täglichen Zeitunglesen. 

Ich nehme die Menschen wie sie sind. Manche wollen Gesellschaft beim Zeitunglesen, andere brauchen Trost oder einen Spielgefährten. Da ich sehr empathisch bin, kann ich die verschiedenen Stimmungen sehr genau wahrnehmen. Ich kann sogar blutdrucksenkend auf die Gäste im Hospiz wirken, ihren Stress und Unsicherheiten reduzieren. So fühlen sie sich glücklicher. Und obendrein bin ich ein Doodle - eine Mischung aus Großpudel und Labrador - und so auch für Allergiker:innen geeignet." 

(Leisnig, März 2022) 

https://www.lebenszeit-ev.de/
Pflegefachkraft Antje Ortmann hält die Hand einer Patientin auf der Intensivstation.
Antje Ortmann
Pflegefachkraft
Evangelische Lungenklinik Berlin-Buch

Als Pflegefachkraft mit Weiterbildung Palliative Care arbeite ich seit vielen Jahren auf der Intensivstation. Mir ist es ein sehr großes Anliegen zu zeigen, dass auch auf einer Intensivstation palliative Pflege möglich und nötig ist. Dank meiner Kolleg:innen ist es mir möglich, Menschen in ihrer letzten Lebensphase, in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre zu begleiten. Ich bin für sie und ihre An- und Zugehörigen da, höre zu, tröste, nehme Ängste. Ich bin sehr stolz darauf und danke meinen Kolleg:innen von Herzen, dass auf unserer Intensivstation eine würdevolle letzte Zeit für Menschen am Lebensende ermöglicht wird."

(Berlin, Juni 2022) 

https://www.pgdiakonie.de/evangelische-lungenklinik/
Friederike Strub
Kunsttherapeutin
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main

Wir haben alle ein ganz eigenes Bild von uns, das sogenannte Selbstbild. Manchmal aber geht es nicht mehr so weiter wie bisher und dann können wir dieses Selbstbild auch verändern. Als Kunsttherapeutin kann ich dabei unterstützen. Ich wünsche mir, dass palliativ viel früher im Krankheitsverlauf angeboten und angenommen wird und zwar in seiner ganzen Vielfalt." 

(Frankfurt am Main, März 2022) 

https://www.markus-krankenhaus.de/leistungsspektrum/fachabteilungen/zentrum-fuer-palliativmedizin
Johanna Klug
Sterbe- und Trauerbegleiterin
Buchautorin und Bloggerin

Vor vier Jahren bin ich als (Sterbe-)Begleiterin zu Sarah gekommen und seitdem ihr „Radieschenkopf“. Sarah liebt Vampire, Knäckebrot und besonders ihre Familie von ganzem Herzen. Jedes Mal habe ich Angst Sarah könnte mich bereits vergessen haben. Denn Sarah hat Kinderdemenz (NCL), eine seltene Stoffwechselerkrankung. Erblindung, epileptische Anfälle und der Verlust motorischer und kognitiver Fähigkeiten bestimmen diese unberechenbare Krankheit, die Sarah bei vollem Bewusstsein erfährt. Aber Sarah erinnert sich: Sie weiß von unserem Besuch im Vampir-Musical und der Schifffahrt über die Elbe. All diese schönen Momente, die wir erlebt haben, sind noch da. Aber wer weiß wie lange noch? Sarah lehrt mich das Leben neu und verändert meinen Blick auf die Welt. Sie ist ständig in Bewegung, ständig am Leben im Hier und Jetzt. Oft habe ich das Gefühl Sarah gibt mir so viel mehr Weisheit mit, als ich ihr je geben könnte. Unsere Begegnung ist eine, die verändert. „Küsschen küsschen du Radieschenkopf“, sagt sie dann zum Abschied, streichelt mir wild über meinen abrasierten Kopf und gibt mir einen Kuss auf die Wange."

(Berlin, Juni 2022) 

https://endlichendlos.de/
Gunilla Göttlicher
Kunsttherapeutin
Praxis Kunst & Muße

Für mich ist palliativ der Inbegriff des Guten, des Wahren und des Schönen. Mein Job ist es, mit dem jeweiligen Gegenüber herauszufinden, was jetzt gut tun könnte - dabei geht es um verschiedenste Formen der Kunsttherapie. Meine Erfahrung ist, dass in solchen Augenblicken Menschen miteinander besondere Lebensmomente teilen und sich über die Schönheit des Lebens freuen." 

(Berlin, März 2022) 

https://www.gunillagoettlicher.de/
Pflegefachkraft Nicole
Nicole Herberger
Pflegefachkraft
Hospiz Lebenszeit Leisnig

Meinen Patient:innen biete ich auch Mundpflege mit Rotwein an. Lange Zeit wurden dafür aromatisierte Stäbchen genutzt. Aber viel lieber nutzen wir Getränke, die unsere Gäste in guter Erinnerung haben.

Mit Mundpflege am Lebensende - der Rotwein als Tor zur Erinnerung.“ 
(Leisnig, März 2022)

https://www.lebenszeit-ev.de/
Dr. Constanze Rémi
Dr. Constanze Rémi
Fachapothekerin & Leiterin Kompetenzzentrum Pharmazie
LMU Klinikum München
Apotheken begleiten Menschen oft über Jahre - auch schon vor einer schweren Erkrankung. Dabei geht es häufig um viel mehr als nur um die bloße Herausgabe von Medikamenten.
Daher sind palliativ geschulte Apotheker:innen für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen oft wichtige Berater:innen hinsichtlich der Medikamentengabe (z.B. Wechselwirkungen, Umgang mit Betäubungsmitteln).
Apotheker:innen können durch ihren fachlichen Hintergrund auf der einen, den oftmals auch schon langjährigen und vertrauensvollen Kontakt zu den Patient:innen auf der anderen Seite, die Versorgung von Palliativpatient:innen sinnvoll unterstützen und möglicherweise sogar verbessern."
 
(München, Juni 2022)
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Palliativmedizin/de/index.html
Dr. Holger Hauch
Dr. Holger Hauch
Leitung
Kinder-SAPV Team Mittelhessen

Die Schwächsten am besten schützen. Sie haben das gleiche Recht auf Teilhabe und Autonomie wie alle.

Kinder und Jugendlichen mit lebenslimitierenden Erkrankungen gehören zu den schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Und dennoch ist nicht alles traurig und bedrückend. Sie haben meist einen ganz starken Lebenswillen, sie lachen und freuen sich über kleine Momente."

(Gießen, März 2022)

https://t1p.de/Kinder-SAPV-Team-Mittelhessen
Eva-Maria Kreisel
Studentin im Praktischen Jahr
Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurt am Main

Nur, wenn man die Bedürfnisse von Patient:innen ganz genau kennt, kann man ihm oder ihr eine möglichst hohe Lebensqualität ermöglichen. Das Ganze funktioniert nur, wenn man in einem eingespielten Team arbeitet. Deshalb bedeutet Palliativmedizin für mich Teamarbeit." 

(Frankfurt am Main, März 2022) 

https://www.markus-krankenhaus.de/leistungsspektrum/fachabteilungen/zentrum-fuer-palliativmedizin
Ines Hörold
Pflegefachkraft
Hospiz Lebenszeit Leisnig

„Ein Mantel hilft und schützt. Und palliativ ist „wie ein Mantel“ (lateinisch: palliare).“

palliativ heißt auf Deutsch - wie ein Mantel. Er hilft und schützt, wenn es draußen kalt wird. Helfende Menschen sind um die Kranken herum wie ein Mantel."

(Leisnig, 2022)

https://www.lebenszeit-ev.de/

Eine Kampagne der DGP

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